Unser letzter Tag auf dem Track. Einmal mehr mit bunt gemischtem Programm hins. der Transportmittel. Nach dem wie immer tollen Fruehstuck mit Blick auf den Regenwald geht’s per Boot und mit kleinem Gepaeck auf die grosse Sandbank an der Aussenseite von Martins Bay. Unser letzter Tag besteht aus einem ausgedehnten Strandspaziergang mit Abstechern in den angrenzenden Wald und dem Transport zurueck in die Zivilisation, konkret ans Ende des Milford Sound per Flugzeug oder Hubschrauber.
Der Strandspaziergang ist super, das Wetter ist auf zwei kurze aber heftige Schauer sonnig. Christiane sammelt eifrig Muschel am Strand und wir bekommen erklaert, dass wir uns auf ehemaligem Maori Siedlungsgebiet befinden. Lange, bevor die Englaender ankamen, wohnte auf der Sandbank am Waldrand einer ihrer Staemme. Heute ist davon nur noch wenig zu sehen. Erhalten geblieben sind die Muellhalden, die sich als Berge von Muschelschalen praesentieren und eine Art Weg durch die Duenen, auf dem alle groesseren Steine 2m tief in den Sand hinein entfernt worden sind, um besser barfuss laufen zu koennen. Als einsams Zeichen der europaeischen Besiedlung steht noch immer der untere Rest eines gemauerten Kamins am Waldrand. Hier stand einmal das Haus eines Farmers, der es in diesem einsamen Winkel Neuseelands gut 20 Jahre ausgehalten hat und immerhin 3 Kinder mit seiner Frau an der Stelle grosszog.
Zurueck am Wasser laufen wir die gesamte Laenge der Sanbank einmal ab, um an der Nordspitze vom Boot eingesammelt zu werden. In der Lodge gib es ein kleines Mittagessen und nun warten alle auf die angekuendigten Kleinflugzeuge, die uns nach Hause bringen sollen. Flapp, flapp, flapp… Auch unser Guide ist erstaunt, als direkt vor der Huette der erste Hubschrauber landet. Dieser hatte gerade frischen Diesel zu einer anderen Lodge gebracht und pragmatisch wie die Kiwis sind, hat sich jemand ueberlegt, dass er uns doch auf dem Rueckweg einfach einsammeln kann. Super! Hubschrauber waren ohnehin unsere praeferierte Loesung! Der soeben gelandete hat Platz fuer 5 von uns 9 Personen und wir ueberlegen schnell, dass wir das Wetter- und damit Fotorisiko aufteilen. Ich fliege mit Hubi 1 und Christiane mit Nummer 2. Was fuer ein gigantischer Flug! Nach dem Start geht’s flach ueber den Regenwald und Fluss und die Berghaenge an den Seiten kommen immer naeher. Dann entlang der Bergfalnke in die Hoehe und hinab ins naechte Tal. Am Horizont sehen wir mittlerweile die schneebedeckten Gipfel der grossen Berge. Unser Pilot fliegt genau darauf zu. Er moechte uns die leicht in den Wolken versteckten Gipfel zeigen und nimmt daher eine Route quer ueber die hohen Berge. Ich bin sonst kein Fan von Videokameras, aber dieser Flug waere einen Film wert gewesen. Wer sich an die spektakulaeren Flugaufnahme ueber die schneebedeckten Berge in Herr der Ringe erinnert muss sich nur noch unsere kleine Gruppe im Helikopter vorstellen – fantastisch!
Auf der anderen Seite gelandet warten wir gut 1h auf die anderen, denn irgendwie hat sich deren Heli verspaetet und sie kommen so in den Genuss einer weiteren gemuetlichen Tea Time in der Lodge. Was wir erst bei der Ankunft der zweiten Gruppe erfahren: der andere Pilot hatte sich fuer eine Strecke an der Kueste entlang entschieden. Gatzi und ich haben daher unterschiedliches von dem Flug zu berichten
Zurueck in Te Anau gibt’s einen letzten Kaffe und wir fahren zurueck zu unserem B&B von vor 3 Tagen in Manapouri, wo unsere Sachen auf uns warten. Nach 3 Tagen in Funktionsklamotten stinken wir wohl beide wie die Iltisse und verbringen den Abend daher mit Waschen und Berichten schreiben. Morgen geht’s weiter nach Norden, Endstation ist Wanaka. Hoffentlich ist das Wetter besser als auf dem Weg nach Sueden, dann sehen wir vielleicht mal ein paar Berge…
Wie immer ein paar Bilder:
…und naturlich die Route (Markus’ Version):












wirklich klasse fotos aus dem hubschrauber raus