Super geschlafen, ziemlich rüde geweckt. Punkt viertel nach sieben stellt sich doch tatsächlich ein Schaf direkt neben unser Auto, knabbert an den Reifen in blökt. Wir hätten wohl beide nicht gedacht, was Schafe für ein Organ haben.
So früh wach können wir uns wenigstens nach kurzem Frühstück auf den Weg machen. Das Bergpanorama aus der Frühstücksperspektive ist schon verlockend, der Weg bei langsam hinter den Bergen hervor schauender Sonne ist einfach super. Durch den Trick mit dem wilden Campingplatz sind wir Stunden vor jedem anderen Wanderer unterwegs und laufen durch ein lehrbuchhaftes Trogtal mit diversen Endmoränen Richtung Talende und – wie wir hoffen – Gletscherzunge. Der Spätsommer scheint für die Wanderung der ideale Zeitpunkt zu sein. Nicht nur leuchten die Birken in unterschiedlichsten grün, gelb und rot Schattierungen, auch der Weg als solcher ist gangbar und nicht wie offensichtlich so manche andere Zeit überschwemmt. Gute zwei Stunden nach dem Start sind wir am Ziel. Wir können mit Sicherheit sagen, dass der Besuch sich lohnt. Offen gestanden sogar deutlich mehr als die Fahrt zu Nigardsbreen, wenn nicht eine geführte Tour auf’s Eis auf dem Programm steht. Zum “nur mal gucken” ist der Austedalsbreen schöner und vor allem auch deutlich leerer als der recht touristische Nigardsbreen.
Zurück bei den Autos starten wir unsere Reise gen Süden. Wir versuchen zwar, es zu ignorieren, aber so langsam müssen wir unsere Tage so planen, dass wir die Fähre nach Dänemark am Samstag Mittag erwischen. Ziel für heute ist deswegen kein Sightseeing Punkt, sondern ganz einfach ein Ort, der am Ende der geplanten Fahrzeit liegt: Voss. Einziges nennenswertes Highlight auf dem Weg dorthin (neben zahlreichen traumhaften Ausblicken auf die Fjorde) ist Europa’s längster Autotunnel mit 24,5km Länge. Damit es nicht zu langweilig wird, haben die Norweger an drei Stellen im Tunnel bunte Beleuchtungen angebracht. Kann der Autofahrer sich eine Weile gespannt drauf feuen, dann der aha-Effekt und dann die Diskussion, ob wohl noch so eine Stelle kommt. Nicht schlecht, die Idee.
In Voss finden wir mitten in der Stadt einen Campingplatz am See. Nicht gerade einsam – insbesondere nach letzter Nacht – aber immerhin mit WLAN. Damit wir noch einmal ein bisschen die Natur geniesen können, haben wir für Morgen die letzte Nacht abseits der Zivilisation geplant. Ähnlich unseres ersten auf der Karte geplanten Ausflugs auf die kleinen Strassen scheint es auf einem Hochplateau in rd. 1.000m Wege zu geben, die nicht nur zu den Ferienhütten der Norweger führen. Wir sind gespannt und gehen voller Vorfreude ins Bett.
- Wandern in herbstlichen Wäldern
- Gebirgsbach
- Austedalsbreen
- Gruppenbild
- Kaffee – mal wieder
- Tunnelpädagogik
- Unser Schlafplatz: siehe rechts oben







Hallo,einfach toll die Bilder,ich hoffe es gibt hier noch mehr.
Fahrt Ihr denn über “Hardangervidda” ?
Ich wünsche Euch eine gute Heimfahrt-
bis die Tage
Gruss de Felix.
Hallo ihr Beiden,
da kann man ja richtig neidisch werden, wenn man eure Fahrt verfolgt
. Ich denke sobald ich mit dem Studium nächstes Jahr durch bin werde ich Achim mal einpacken und nicht nach Dänemark, sondern ein bisschen nördlicher Urlaub machen. Wünsche euch auch eine schöne Heimfahrt und warte noch auf ein paar schöne Bilder.
Liebe Grüße
Sinja