Die Tasmanische See

Sonne! Wir haben Glueck, auch heute zeigt sich der Himmel leicht bewoelkt, aber vor allem schoen blau. Eigentlich wollten wir ziemlich frueh los, aber das Fruehstueck, packen und von unserem Host Route erklaeren lassen dauert dann doch etwas laenger, so dass wir erst gegen viertel nach zehn von unserem schoenen B&B wegfahren.

[Kleiner Hinweis zu dem Raetsel aus dem letzten Beitrag: "Film" war schon das richige Stichwort. Fahrt mal unseren Track noerdlich von Wanapouri ab, dann seht ihr den Abstecher. Jetzt Ideen dazu?]

Jetzt noch schnell in den Supermarkt und ein paar Vorraete auffuellen und dann geht es endlich an die Kueste. Der Weg dorthin fuehrt ueber den noerdlichen Teil der southern alps und wir freuen uns schon auf eine schoene Tour durch die Berge. Auf dem Weg warten 2 ausgeschilderte Wasserfaelle, ein erster Zwischenstop ist in Haast geplant.

Die Fahrt verlaeuft wie immer ohne Probleme. Die Strassen sind hier generell nur 1-spurig in jede Richtung, Bruecken sind haeufig “one lane bridges”, so dass man schauen muss, ob Gegenverkehr kommt. Die Neuseelaender legen die Verantwortung fuer die Geschwindigkeit in die Haende des Fahrers, denn so ziemlich ueberall ausserhalb von Ortschaften stehen einfach “100″ Schilder – egal, ob gerade eine Kurve kommt oder nicht. Auch wenn angeblich Hochsaison ist, sind die Strassen so leer, dass wir meisten kein Auto vor oder hinter uns haben. Mit mehr oder weniger konstant 100 km/h kommen wir daher gut voran. Das ist auch gut so, denn die Distanzen sind nicht zu unterschaetzen; unsere Tagesetappen sind jeweils gut 3 Stunden Autofahrt zzgl. kleiner Erkundungen hier und da.

Angekommen in Haast finden wir eine winzige, verstreute Ansiedlung vor, die keiner naeheren Erwaehnung bedarf. In einem urigen Cafe am Strassenrand nehmen wir uns den Reisefuehrer und die Karte vor und ueberlegen, einen kleinen Abstecher einzubauen. Von Haast aus fuehrt eine kleine Strasse aus nach Sueden. Laut lonely planet teile diese sich spaeter noch einmal in eine Schotterpiste und eine Kuestenstrasse. Wir fahren nach Sueden, erkunden zuerst einmal die Schotterpiste und bekommen am Ende einen grandiosen Blick ueber das Cascade River Valley, das sich unbewohnt als Farmland einige Kilometer zum Meer hin erstreckt. Auf dem Weg dorthin (und zurueck) muessen/duerfen wir durch zwei kleine Baeche fahren. Keine echte Furt, aber immerhin. Das Wasser der Fluesse in den Taelern hier hat eine ungewoehnliche aquamarinblaue Faerbung und sieht aus wie Glas. Dieses blau in Kombination mit dem gruenen Regenwald am Ufer ergibt eine faszinierende Kombination.

Zurueck auf dem Asphalt machen wir noch einen Abstecher zum suedlichsten Strassenende an der Westkueste. Der Rest der Kueste gen Sueden ist dann Nationalpark (bspw das Hollyford Valley). Jackson Bay ist kaum “Ort” zu nennen, denn es stehen hier vielleicht 4 Huetten und es ist ausser im kleinen Cafe kein Mensch zu sehen. Dafuer leuchtet die Tasmanische See und bietet zusammen mit den paar Fischerbooten eine tolle Kulisse (Bilder!). Insgesamt ist die Westkueste sehr sehenswert und erinnert ein wenig an die Kueste in Oregon, USA.

Nach dem Abstecher nach Sueden machen wir uns auf den Weg zu unserem Motel in Fox Glacier. Hier sind wir mal ausnahmsweise fuer 2 Naechte gebucht und wollen uns gerne den Gletscher und die Umgebung anschauen. Abendessen gestaltet sich dann leichr schwierig, denn die erste Kneipe ist zwar gut gefuellt und ausser uns stehen zufaellig noch 6 andere Personen im Eingang, aber die Kueche ist um 20:30h schon geschlossen. Ein Haus weiter gibt’s dann fuer Gatzi einen Wildburger und fuer Markus eine Pizza. Ist bestimmt ohnehin leckerer als der andere Laden gewesen waere :)

Wie immer ein paar Bilder:

Und die Strecke von heute (lang, puuh!):

Elevation Profile

This entry was posted in 2009 - Neuseeland. Bookmark the permalink.

Comments are closed.