Der Wecker klingelt um 06:45. Wie schon in den anderen Lokationen ist auch hier ein ordentliches Fruehstueck einzuplanen und es waere schade und unhoeflich zugleich, das in 5min hinter sich zu bringen. Windgeschuetzt hinter einer grossen Panoramascheibe geniessen wir den morgen und freuen uns, dass der Himmel noch immer blau strahlt. Das wird ein netter Kayaktag! 0830h ist Treffen an der Vermietstation, also machen wir uns gleich nach dem Fruehstueck auf den Weg.
Wie immer gibt’s eine ausfuehrliche Sicherheitsanleitung bevor es losgeht. Die Transportweise ist dann aber doch abenteuerlich. Unsere Gruppe von 6 Paddlern wird schon auf dem Parkplatz in das Boot verladen, die Kayaks quer hinten auf’s Boot. Letzteres sind auf seinem Transportgestell und wird von einem Traktor gezogen. Weil die Ebbe das Wasser gut 100m vom eigentlich Ufer beginnen laesst, fahren wir im Boot & gezogen vom Traktor durch den Schlick. Ohne zu zoegern geht an dann – Traktor voran – ins Wasser und ehe wir uns versehen dreht schwimmt unser Boot und der Trekker dreht einen Bogen und macht sich zurueck zum Ausgangspunkt. Interessant und garantiert nicht TÜV-tauglich
Das Boot bringt uns ein gutes Stueck hinein in den Abel Tasman Nationalpark (siehe Track) und wir starten von dort den Rueckweg mit den Kayaks. Schon bald stellt sich heraus, dass die gefuehrte Tour eine gute Idee war. Niemals waeren wir allein in die kleinen Flussmuendungen hinter die Sandbaenke gefahren oder haetten und von der einsetzenden Flut in ein grosses Pril saugen lassen. Zudem stellt Gatzi nach der Umrundung der ersten Felsnase und damit den ersten Wellen ueber das Kayak fest: “Das haette ich ohne Guide nie gemacht”.
In Neuseeland scheint es hinsichtlich Tourgestaltung nur 2 Extreme zu geben: entweder auf eigene Faust oder komplett gefuehrt. Wenn gefuehrt, dann allerdings praktisch immer mit Vollverpflegung und obligatorischer Teepause. Wir haben bisher noch keine Tour gesehen, wo der Guide nicht auf mindestens fuer einen Nachmittagstee zustaendig gewesen waere. Entsprechend halten wir also nach einer Weile an einem recht einsamen Strand und ausgepackt wird Campingkocher, grosse Kanne, Teebeutel & Schokoladenkuchen (um 11 Uhr!). Bis hierhin haben wir schon 1 Pinguin im Wasser (endlich einer!) und wilde schwarze Ziegen am Ufer des Parks gesehen. Die Seehunde erwaehnen wir besser nicht mehr, die gibt’s sowieso ueberall. Nach der Teepause am Strand geht’s weiter gen Ausgangspunkt. Das Paddeln macht Spass und gegenueber Laufen kommen wir auf dem Wasser recht schnell voran. Gegen Ende der Tour schweben wir in klarem Wasser dann noch in einer Bucht ueber Rochen hinweg und erfahren allerlei interessantes ueber die Voegel in den Baeumen am Wasser.
Hungrig und mit leicht lahmen Schultern kommen wir in unserem B&B an und haben so gar keine rechte Lust, uns heute schon wieder eine Kneipe anzutun. Ab zum Metzger, 2 ordentliche Steaks gekauft und endlich mal ein paar unserer Vorraete aufgebraucht. Wir haben den Eindruck, wir sind die ersten, die die schoene Terrasse und insbes. den Gasgrill darauf benutzen. Dazu ein Neuseelaendischer Gewuerztraminer – ein wuerdiger Abschluss fuer einen sehr gelungenen Tag.
Ein paar Bilder:
Und der Track:







