Wie gut, dass wir gestern den Tag genutzt haben! Heute morgen ist der stattliche Vulkankegel vom B&B aus nicht ansatzweise zu sehen und es regnet immer mal wieder leicht. Wir haben so einige Kilometer gen Norden vor uns und wie es aussieht, ist dies auch eher ein Fahrtag denn einer fuer lange Unternehmungen im Freien. Heue geht’s in Richtung Lake Rotorua, in das Geothermalgebiet Neuseelands.
Auf dem Weg fahren wir konstant einer Regenfront voraus, so dass wir auf der Strasse die Sonnenbrillen brauchen, bei jedem Stop aber von feinem Regen eingeholt werden. Unsere Stopps sind Touri-Klassiker, die nun einmal auf unserem Weg liegen. In der Naehe von Taupo am gleichnamigen Lake liegen die Huka-Falls. Von allen Neuseelaendern als “must-see” beschrieben, sind wir angemessen enttaeuscht, als wir sie sehen. Grosser Parkplatz, riesen Menschenmengen, eingezaeunte Wege und das alles fuer eine Stromschnelle von ca. 100m Laenge, die in einen 10m hohen, tosenden Wasserfall muendet. Tatsaechlich “huebsch”, aber uns bleibt die grosse Beigesterung dafuer ein Raetsel. Auf jeden Fall bekommen wir hier zum ersten Mal einen Eindruck, was die Kiwis auf der Nordinsel unter “voll wegen Holiday-Season” verstehen koennten: auch nach europaeischen Maszstaeben ueberlaufene Sehenswuerdigkeiten, an die man direkt heranfahren kann um sich davor ablichten zu lassen und weiterzuziehen.
Der naechste Stopp ist dann ein Geothermalgebiet. Im Reisefuehrer als “sehr schoen” beschrieben liegt es trotzdem leicht abseits der Hauptroute und wir finden einen Schotterparkplatz mit rel. wenigen Autos vor. In das Gebiet gelangen die Besucher nur mit einer Faehre und damit nach Entrichten des Eintrittspreises. Wir spielen mit und tuckern kurz darauf zum anderen Ufer des kleinen Sees. Wie schon in Island finden wir uns in einer merkwuerdigen Umgebung wieder, die gepraegt ist von weiss-gelbem Untergrund, heissen Wasserlaeufen und dem unvermeidbaren Schwefelgruch in der Luft. (ja, faule Eier!) Wir absolvieren die Runde zu den einzelnen Sehenswuerdigkeiten, setzen zurueck ans andere Ufer, geniessen einen Kiwi-Kaffe (wie immer gut) und machen uns auf den Weg.
Unserem heutigen B&B hat unsere Agentur eine recht abenteuerliche Wegbeschreibung beigefuegt. Auch unser GPS verweigert den Dienst bis vor die Haustuer und so machen wir uns fuer die letzten 2-3km des Tages auf die Suche. Vom Highway weg in einen Schotterweg, an dem ganz gross “keine Einfahrt” dransteht, dann im Wald links, den Huegel runter, mitten im Wald dann die rechte Piste und anschliessen links Richtung Wasser… Wir finden es dann doch recht gut und werden mit einer einmaligen Lage belohnt. Unmittelbar oberhalb des Wassers von Lake Rotoiti gelegen haben wir aus dem Zimmer einen tollen Blick – aber leider wieder kein Internet
Fuer den naechten Tag bekommen wir eine wenig-fahren Tagesplanung ans Herz gelegt, die mit einer Kayaktour direkt vom B&B aus beginnt und heisse Quellen im See umfasst. Klingt toll! Noch einmal kurz ab ins Dorf (Rotorua) zum Thailaender essen, ueber den Schotterweg zurueck und ab ins Bett. Highlights des sehr dunklen Rueckweges durch den Wald: ein Fasan, ein sehr traeges Possum und 2 Froesche – alles auf der Schotterpiste zum Haus.
Bilder…
…und die Strecke:




