Es nutzt alles nichts, unsere Urlaubstage neigen sich dem Ende zu. Entsprechend muessen wir uns so langsam in Richtung Auckland auf den Weg machen, denn wir sind gute 400km entfernt und haben nur noch 1 Nacht uebrig. An der Westkueste warten noch ein paar “must-see” Punkte und die gehen wir heute an. Wir haben an verschiedenen Stellen immer wieder die gleiche Streckenempfehlung bekommen und so fahren wir schon frueh von unserem Apartment aus los. Es geht durch huegelige Graslandschaft, die ein bisschen aussieht wie aus einem Bilderbuch und schon bald kommen wir an ein stark veraesteltes Gewaesser, bei dem es sich um Meeresarme handelt, die weit ins Landesinnere hineinreichen. Ueber dieses Gewaesser fuehrt uns nur eine Faehre und selbige bringt uns dann auch zu unserem ersten Kaffeestop. Die kleine Siedlung Rawene war einmal die dritte Siedlung von Europaern ueberhaupt und ihre Gruendung im Jahre 1823 ist fuer Kiwis praktisch Steinzeit. Unser erstes heutiges Bild zeigt denn auch einen passenden historischen Badesteg samt Umkleidehaeuschen.
Etwas suedlich von Rawene kommen wir in die Kauri-Waelder. Hier stehen, geschuetzt durch einen grossen Nationalpark, die gleichen Baeume, nach deren Bernstein im Nordland so eifrig gegraben wurde. Der Unterschied: die Baeume hier sind bis zu beeindruckenden 2.000 Jahren alt, vor allem aber leben sie noch und sind nicht wie ihre Vorfahren im Norden durch eine grosse Welle im Moor versenkt worden. Um auch das an dieser Stelle einmal zu sagen: die Groesse ist beeindruckend (siehe Bild & dort Mensch/Baum Vergleich), aber schoen sind diese Riesen nicht. Waerend die Redwoods in Kalifonien wenigstens noch aussehen wie ein halbwegs normaler Baum, sind diese Ungetueme in all den Jahren weniger in die Hoehe, denn in die Breite gewachsen. Damit stehen vor uns nun nackte, unheimlich dicke Staemme und hoch oben lassen sich ein paar Blaetter erahnen.
Wir machen uns beeindruckt auf die Weiterreise und schaffen es bis zum fruehen Nachmittag zu unserem heutigen Reiseziel. In Hoffnung auf Internet (hat geklappt!) haben wir auf einen Campingplatz verzichtet und stattdessen ein etwas groesseres B&B in Bayleys Beach gebucht. Bayleys Beach ist ein Nest, das ein wenig Marketing vertragen koennte. Der Strand ist mindestens so schoen wie der 90 Mile Beach und zudem mit ueber 100km auch noch viel laenger. Trotzdem schnarcht das Oertchen vor sich hin und unser Gastgeber ist so nett und reserviert uns gleich bei Ankunft einen Tisch im “Funky Fish”, dem einzigen Restaurant/Kneipe im Umkreis von gut 20km. Wir aktualisieren endlich mal wieder das Blog, unternehmen einen schoenen Strandspaziergang und hauen uns vielleicht zum letzten Mal in NZ die Baeuche voll mit Fisch und Meeresfruechten. Apropos: ein 9,50 EUR Meeresfruechterisotto enthaelt neben allerlei anderem auch 4 frische, grosse Jakobsmuscheln! Gatzi ist mal wieder gluecklich…
Bilder:
Track kommt noch…







Euch nachtraeglich auch noch alles Gute fuer 2010 und frohe Weihnachten
War mal wieder sehr spannend ein paar Posts auf einmal zu lesen.
Freue mich auf mehr Fotos nach eurer Rueckkehr. Auch wenn ihrs nicht hoeren wollt – guten Flug, ach – und geschneit hat es heute mal wieder…