Vermischtes

Ueber unseren letzten Tag gibt es nicht allzu viel zu berichten. Einmal mehr verabschiedet uns ein Land mit Regen und Sturm und so fahren wir auf direktem Weg nach Auckland. Gegen Mittag packen wir die Taschen ein letztes Mal vom Auto in die Unterkunft und machen uns dann auf den Weg, einen kurzen Blick auf Auckland zu werfen. Staedte am Meer haben immer einen besonderen Flair und bei leichtem Sonnenschein und Wind geniessen wir das Wasser und die frische Luft von einem Huegel gegenueber der Skyline. Abendessen gibt’s in einem kleinen Kuestenort und dann geht es ans Packen. Autoabgabe um 1100h morgen frueh, der erste Flug nach Singapur gegen eins. Wir sehen uns in Frankfurt.

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Ueber die letzten Wochen haben wir bzw. ich hauptsaechlich ueber unsere einzelnen Erbnisse pro Tag berichtet. Im Folgenden zum Abschluss eine Sammlung unterschiedlicher Eindruecke und Erkenntnisse, die nicht unmittelbar im Zusammenhang mit einem Ort oder Tag stehen.

- Fotografie: wir haben uns zuerst schwer getan und dann unsere Ansprueche heruntergeschraubt. Mit jeweils nur 1-Tages Stopps an den unterschiedlichen Destinationen und den haeufigen guided tours ist es praktisch unmoeglich, wirklich in Ruhe Bilder zu machen. Zudem: wen auch immer wir gefragt haben sagte uns, dass der neuseelaendische Winter die Zeit fuer Bilder ist. Kein Frost, aber Schnee auf den Bergen und meistens klares Wetter.

- Verkehr: An den Linksverkehr haben wir uns gut gewoehnt. Die ersten Tage haben wir uns gegenseitig Dinge wie “rechts abbiegen, grosse Kurve, erst rechts gucken” vorgesagt, aber das ging schnell gut. Unsere erste Host Jan hatte jedoch mit einem Recht: am gefaehrlichsten sind kurze Stopps am Strassenrand, nach denen man ohne groesser nachzudenken wieder auf die Strasse faehrt. Selbst auf den grossen “State Highways” gibt es noch vereinzelt “one lane bridges” – immer schoen die Augen offenhalten.

- Essen: wir haben selten in einem Urlaub durchweg so lecker gegessen. Von der Pommesbude bis zum Restaurant ist hier alles immer lecker und mit Liebe zubereitet. In der Beziehung sind die Kiwis zum Glueck nicht ganz so britisch. Kaffe, das hatten wir schon einmal erwaehnt, ist hier ein Muss. Ueberall anders, von vielen unterschiedlichen Marken und auch immer super. Sehr spannend.

- Natur/Landschaft: Alle paar hundert Kilometer eine andere Landschaft. Wenn ich es einmal boesartig formulieren soll: jeden Landstrich fuer sich findet man irgendwo auf der Welt wohl noch schoener und grossartiger, aber nirgenwo sonst laesst sich eine solche Vielfalt in einem Urlaub erleben. Wir sind von einem englischen Kuestenstaedtchen ueber endloses Weideland in grossartige Fjordgebiete mit Regenwaeldern an den Kuesten gefahren, von dort aus ueber eine wild-schoene Westkueste an subtropisch anmutende Straende. Auf der Nordinsel dann eine furchtbar windige, sehr amerikanische Kuestenstadt, weiter zu Vulkanen, dann Geothermalquellen, dann weissen Pazifikstraenden mit Tauchgruenden, endlosen Sandstraenden an der Westkueste und heute dann einer beachtlichen Metropole. Insgesamt ist jede dieser Ecken wohl einen mehrwoechigen Urlaub wert & am europaeischen Besucher zieht alles wie an einem Film vorbei.

- DoC: Das Department of Conservation macht fuer unsere Begriffe einen Super-Job. Das gesamte Land ist uebersaeht mit Hinweisschildern und Wegmarkierungen. Dazu die sehr guenstigen Campingplaetze an den schoensten Stellen im Land und eine Internetseite, die wenig Wuensche offen laesst. So stellen wir uns eine nuetzliche Behoerde vor.

- Kiwis: Die Menschen, nicht die Frucht. Alle extrem freundlich und entspannt. Selbst auf Parkplaetzen und im Supermarkt wird gegruesst. Fragen werden gerne und umfaenglich beantwortet und insgesamt moechte praktisch jeder wissen, wo man herkommt, ob es einem gefaellt und was man noch so alles vorhat auf der Insel.

- for sale: Ab und an hatten wir den Eindruck, das ganze Land sei “for sale”. Die Schilder stehen im Norden wie im Sueden ueberall an der Strasse; angeboten werden Farmen, Ferienhaeuser, Wohnhaeuser und vor allem freies Land. Aktuell sind es wohl mehr als normal, weil auch hier der ein oder andere sich wegen der Finanzkrise etwas verkleinern muss und/oder ein Ferienhaus abzustossen hat.

to be continued…

- Kleinigkeiten fuer nach uns Reisende:
- Die Strasse an die Nordspitze wird gerade geteert und soll April 2010 fertig sein. Dann kann man endgueltig problemlos selbst fahren uns auf den Bus verzichten
- Queenstown ist extrem touristisch, wer nicht hauptsaechlich Bungee-jumpen, Fallschirm springen, Bootfahren oder sonstige Aktivitaeten unternehmen will, kann getrost hindurchfahren und sich den wunderschoenen See an anderen Stellen besser anschauen.
- Mueckenmittel gibt’s hier sehr hilfreiche ohne Chemie. Auf keinen Fall aus D mitbringen.
- Die guided tours (insbesondere die laengeren im Sueden) sind sehr informativ mit gut ausgebildeten Guides.
- FlipFlops sind Standard-Schuhwerk fuer alle Gelegenheiten. Zudem noch deutlich billiger zu erwerben als in D.
- Steckeradapter mitnehmen (oder in Singapur guenstig kaufen)!
- Die Sonne ist wirklich ernstzunehmen & eine ganz andere Nummer als “zu Hause”.
- Kartenmaterial auch hier kaufen. Besser, guenstiger und aktueller als zH. GPS wenn vorhanden mitnehmen und das Strassenrouting der kostenlosen NZ Autorouting Karten geniessen.

Ein Bild gibt’s auch heute:

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