Ab nach Norwegen

Nach dem Aufstehen stellen wir fest, dass es noch immer ganz schön kalt ist. Im Schatten dürfte das Thermometer vielleicht 10-12° anzeigen, mehr nicht. Glücklicher Weise wärmt die Sonne noch so, wie wir es Anfang September erwarten würden. Wir einigen uns auf den Nenner “besser eisiger Nordwind & Sonne als Schmuddelwetter & Südwind”.

Unsere heutige Etappe bringt uns nach Norwegen. Auf dem Weg an den Femundsen wird das Gelände langsam aber sicher hügeliger und die Wälder werden karger. Direkt an der Grenze zu Norwegen treffen wir auf unsere erste kleine Rentierherde. Die Tiere stehen auf einem Parkplatz an der Strasse. Leider werden sie bei langsamen Autos dann wohl doch skeptisch, so dass wir keine tollen Rentierportraits präsentieren können. Wir hatten die Etappe mit einem Abstecher auf die kleineren Straßen neben der Nationalstrasse geplant, aber als wir an unseren Abzweig kommen wir doch tatsächlich just diese Strecke gerade erneuert und ist für den Verkehr gesperrt. Also auf direktem Weg an den Femundsen.

Unsere erste Idee für einen Übernachtungsplatz zerschlägt sich leider, da in der Nebensaison ein Gatter im Wald verschlossen ist. Wir hätten gerne an der Schutzhütte nördlich von Elgaa gestanden, so landen wir auf dem Campingplatz im Ort und direkt am See. Wunderbarer Ausblick, aber die Höhe von über 800m Meter macht sich durch eisige Temperaturen bemerkbar. Wir kochen unser Abendessen und verschwinden früh ins Bett. Die Temperaturen dürften um den Grfrierpunkt liegen; das ist beim besten Willen kein Wetter mehr, um abends lange in den Campingstühlen vor dem Auto zu sitzen.

Elevation Profile

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