Fjorde, endlich!

Heute hieß es erst einmal ausschlafen. Nachdem wir gestern Abend das Holz in unserer Feuerschale zur Mitarbeit überreden konnten, saßen wir recht lange um’s Feuer. Als ich gegen 05:30h leider dringend das Auto verlassen muss, knirscht das Gras auf dem Weg zum Waschhaus – alles gefroren. Danach noch einmal ab in den Schlafsack und bis viertel nach neun schlafen.

Im Morgenlicht haben wir beim Frühstück einen traumhaten Blick über das Tal. Die Bäume bekommen langsam ihre Herbstfärbung, die Berghänge verlieren damit ihr eintöniges Grün. Tagesplanung für heute: die touristische Strecke von Dombaas nach Otta und dann auf der E 15 und N 55 durch das Jotunheimen, die “Heimat der Riesen”. Wie schon die letzten Tage ist keine Wolke am Himmel und bei schönstem Sonnenschein geniessen wir den Weg über die Berge. Für uns ist es eine kleine Reise in die Vergangenheit, denn bevor wir nach Deutschland zurückgezogen sind, waren wir in dem Tal zum Sognefjord mit Freunden Ostern 2004 auf deren Hütte.

Der “Abstieg” zum Sognefjord von 1.400m auf 0m ist kurvenreich und steil, dafür erwartet uns im Tal das milde Fjord-Klima. Der Campingplatz in Gaupne ist nicht wirklich schön, aber ein paar Kilometer früher in Luster bekommen wir – Nebensaison sei Dank – einen Stellplatz direkt am Fjord.

Insgesamt können wir als Zwischenfazit sagen, dass uns landschaftlich Norwegen besser gefällt. Die Abwechslung in Schweden bestand hauptsächlich aus Wald, See, Wiese, Wald,… In Norwegen dagegen sind durch die Berge deutlich reizvollere Ausblicke zu genießen. Also alles super in Norwegen und Schweden doof? Auf keinen Fall! In Schweden ist es deutlich einfacher, einsame Strassen, Plätze und auch offizielle Campingplätze zu finden. Während sich das Leben in Norwegen recht konzentriert in den Tälern abspielt und keine Straßen auf die Berge führen, ist Schweden zumindest rudimentär in der Fläche erschlossen. Für uns wirkt sich das dergestalt aus, dass wir die Landschaft genießen, die schwedischen Campingplätze mit ihrer Ruhe aber vermissen.

Eine weitere Kuriosität: es ist uns nicht gelungen, in Schweden PRIMUS Gasflaschen zu bekommen. Nicht auf der Tankstelle, nicht im Supermarkt, nicht auf dem Campingplatz. Kennen die Schweden scheinbar nicht. In Norwegen dagegen haben wir in der ersten kleinen “Mall” sofort unseren Bestand auffüllen können. Der Kommentar des Verkäufers: “warum nicht in Schweden, die kommen doch von dort”. Vielleicht kann uns jemand sagen, was wir falsch gemacht haben!?

Elevation Profile

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2 Responses to Fjorde, endlich!

  1. Stefan says:

    Hallo nach Norwegen,

    ihr seid ja ganz schön weit nach Norden gekommen. Tolle Landschaften! (tolle Bilder ;)
    Die Winterbilder haben mich kurz erschrocken… ich hoffe jetzt kommt erst mal der goldene Herbst!
    Grüße, Stefan

  2. Anne + Felix says:

    Hallo nach Norwegen,wir freuen uns ,dass Ihr so schönes Wetter habt-seid halt
    Glückskinder.Ich bin gespannt auf den nächsten Abschnitt,da müssten Anne und ich
    doch einiges kennen!Macht weiterhin so schöne Bilder!!
    Gruss, de Vadder.