16:30. Immerhin. Christiane hat das Auto heute Mittag aus der Werkstatt geholt, komplett gepackt und nun sammelt sie mich vom Büro ein. Wir haben ein etwas ambitioniertes Ziel für huete Abend: alles südlich vom Gotthard ist prima; je näher an Livorno desto besser. Staufrei und mit Defender-typischen konstant 100 frisst der Dicke Kilometer um Kilometer.
Es zahlt sich aus, dass Christiane die Woche über früh schlafen gegangen ist. Tapfer fährt sie mit nur einem kurzen Tankstopp und rd. zwei Stunden Ablösung durch mich bis in die Hügel der Toskana. Um 03:00 Uhr war dann Schluss. Die Autobahn von Parma nach Pisa ist eine abenteuerliche Konstruktion und nachts nach knapp zehn Stunden Fahrt keine Freude mehr. Ein Rastplatz, noch ein paar andere Wohnmobile: Dach hoch und kurzer Zwischenstopp.
Viel zu wenige Stunden später machen wir uns um halb sechs nach einem fantastischen Kaffee (Italien!) aus billigem Plastikbecher auf die letzten Kilometer zur Fähre. Die GPS-Koordinate vom Anleger lotst uns direkt in den Stau zum Einschiffen. Kurz vor Acht, wir sind viel zu früh für die Fähre, die erst um 13:45h abfahren soll. Mit der Autoschlange werden wir vorwärts gespült, um kurz vor der Fähre unser Ticket vorzuzeigen. “Rechts ran” heisst das Zeichen wohl. Wir sind die einzigen, die jetzt schon angekommen sind für die späte Fähre. “Jetzt schon mit?”, Kopfschütteln, wir parken. Zwi Minuten später winken: wir sollen vorfahren. Es ist noch ein Platz frei und als letztes Auto fahren wir bei schon gelösten Leinen auf die Fähre und sind über fünf Stunden früher auf dem Weg nach Korsika als geplant. In Bastia angekommen geht’s gen Süden nach Porto Veccio. Stefan Grossmann (schon bekannt aus dem “Norwegen 2010″ Bericht) wartet auf dem “Camping u Pinella” auf uns.
Der späte Nachmittag verrint, indem wir unser Auto endlich einmal fertig packen (und nicht nur alles reinwerfen), die Funkantenne mit der neuen Halterung anbauen und die Waffelboards aus dem Innenraum an die Aussenseiten verfrachten. Eigentlich böte der Campingplatz einige Nettigkeiten wie beheizten Pool, aber wir verzichten und faulenzen am Schatten. Abends Gemüsereis, dazu Tee. Dann ab in’s Bett und Schlaf nachholen.