Heute morgen sind wir beide schon gegen 06:00h wach gewesen. Was macht der Regen, wie sieht der Himmel aus? Scheint einen Sonnenaufgang hinter dunklen Gewitterwolken gegeben zu haben und jetzt schaut die Sonne hier und da mal durch einzelne Loecher. Auf alle Faelle leuchtet der See hier und da in seinem typischen tuerkis und wir machen und gegen 07:00h auf den Weg, uns das einmal genauer anzuschauen. Die eigentliche Sehenswuerdigkeit in Lake Tekapo ist eine kleine Kapelle, die direkt am Wasser steht und bei der sich angeblich japanische Brautpaare die Klinke in die Hand geben. Leider befindet sich just ueber der Kapelle keines der besagten Wolkenloecher – schlecht fuer die Fotos. Auf der anderen Seite des Sees sieht es nett und sonnig aus und so begeben wir uns auf einen kleinen Ausflug, der sich zu einem 2h-Trip auswachsen soll. Check-out Time im Motel war 10 Uhr, sonst waeren wir noch laenger auf der Schotterpiste des Ostufers geblieben und wirklich bis zum letzten Ende des Sees gefahren. So war an ein paar verdorrten Baeumen im Wasser Schluss. Schoen war’s trotzdem.
Vielleicht lag es an der Schotterpiste am Morgen, dass wir uns ploetzlich auf Asphalt nicht mehr so wohl fuehlten. Jedenfalls haben wir fuer den Rest des Tages immer mal wieder hier und da Abzweigungen von der Hauptstrasse genommen, die uns ueber Schotterpisten und einmal auch einen richtigen Track fuehrten. Unsere Vermutung: aus Versehen war bei Letzterem irgendwo das Schild “4×4 only” umgefallen. Ist aber schon beeindruckend, welches Gelaende so ein Corolla alles schafft. Sogar eine kleine, ganz ordentlich betonierte Furt war dabei. Nicht Avis verraten
Apropos Strassen: auf den Bildern bekommt ihr einen Eindruck davon, was alles noch als “public road” gilt. Am Ende der Piste sind wir auf einen Schaefer mit seiner Herde getroffen. Ein paar hundert Schafe, 3 Hunde und ein netter Mensch im Jeep, der uns erst einmal angeprochen hat, wo wir denn herkommen. Frankfurt kannte er – auch mal dort nach “Germany” reingeflogen. Die “public road” war wohl im letzten Teil doch nicht mehr so public, aber er meinte lachend, das koenne man nicht wissen und es sei schon OK, dass wir ueber sein Land gefahren sind. Zum Abschluss dann noch erfahren, dass die Schafe allesamt maennliche Merino-Boecke sind und damit fuer die Wollproduktion zustaendig. Skifahren in Austria ist super und Luebeck beeindruckend schoen – have a nice day, bye!
Neben dem Schaefer, der nicht ganz freiwilligen Offroad Tour und dem fruehen Aufstehen haben wir noch ein Google Street View Auto zu vermelden und haben uns eine Lachszucht in einem Kanal angesehen. Wenn ihr in so ca 1 Jahr mal in StreetView bei S44 07.180, E170 14.038 auf der linken Strassenseite einen Typen im orangenen T-Shirt neben einer Dame im weissen Fleece seht, dann sind wir das…
Endpunkt des Tages war Queenstown. Gegen die bisherige Ruhe ist das Dorf ein Bienenstock. Im Prinzip St. Anton Hochsaisontrubel nur mit Sommersonne und allerlei Outdoor Events und den dazugehoerigen Laeden und Menschen. Bungee, Paragliding, Speedboat, Rafting, Canyoning, River Surfing, usw. usw. Ein Paradies fuer Aktivitaeten aller Art, aber leider eben auch sehr voll & laut. Wir haben tatsaechlich fuer morgen eine Tour “River surfing” gebucht und uns dann schnellstens vom Acker gemacht zu einem Campingplatz, den ich in einem Blog gefunden hatte. Moke Lake Campground liegt einige hundert Meter hoeher als Queenstown am See und ist nur ueber eine fuer diesen Tag letzte Schotterpiste zu erreichen (S44 59.898 E168 34.555). Dafuer hat man zwar kein fliessendes Wasser, aber die Berge und den See beinahe ganz allein fuer sich und schlaeft Abends mit Schafs-maeaeaeh ein und wacht morgens von den Voegeln auf. Gute Nacht!
Und hier noch die Strecke zum Text:












Coole Berichte und schoene Bilder – lese euch immer in der Mittagspause, eine super Abwechslung.
Viel Spass noch!
Daniel
cooler Campingplatz
… und gut, dass ihr letztes Jahr auf Island schon das Furten geübt habt