Nach dem ersten Tag in der Stadt geht es endlich Richtung Lake Tekapo und damit ein bisschen weiter in die Wildnis. Unser GPS und die tolle freie Garmin-Karte von Neuseeland erweisen sich als sehr praktisch – bspw., um den Weg aus einer unbekannten Stadt auf die richtige Ueberlandstrasse zu finden. Wir entscheiden uns auf unserem Weg nach Sueden gegen den direkten Weg ueber den Highway 1 und fuer den angeblich deutlich schoeneren Weg ueber eine kleinere Strasse weiter westlich.
Tatsaechlich schlaengelt sich diese dann auch sehr schoen durch endloses Farmland. Neben den obligatorischen Kuehen und Schafen gibt es auf den riesigen Weiden ganze Herden von unterschiedlichem Wild – auch wenn sie in der Umgebung nicht mehr so richtig den Namen verdienen. Angeblich kommt das meiste Fleisch, das in D als Wild auf den Tisch kommt, von den Weiden rechts und links unserer Strasse. Der Himmel zeigt sich bei Abfahrt leicht bewoelkt und es weht ein recht starker Wind von Westen ueber’s Land. Vermutlich um den Boden und die Tiere gegen den Wind zu schuetzen, haben die Neuseelaender die Weiden mit geschaetzt 10m hohen Hecken umgeben. Bei genauerem Hinsehen erkennen wir, dass es ganz pragmatisch einfach lange Reihen von Tannen sind, die wie die kleine Hecke im Garten auf ca. 3m Durchmesser aber eben 10m Hoehe gestutzt wurden. Senkrechte, buschige Tannen ohne ausladende Aeste, die sich in perfekten rechten Winkeln zu 500x500m Weiden zusammenfinden.
Nach rd. 300km Fahrt haben wir erst einmal genug. Das Wetter zeigt sich leider mittlerweile bewoelkt und mit zunehmend dunklen Wolken. Wir beschliessen, am Lake Tekapo unser naechtes Nachtager aufzuschlagen. Fuer heute haben wir kein B&B gebucht und muessen selbst suchen. Der Wind in Kombination mit dem Regen lassen uns die Weichei-Varianten nehmen. Direkt am See steht eine kleine Zeile Motel-Zimmer – wir buchen eins fuer eine Nacht. Wie richtig die Entscheidung war sehen wir eine halbe Stunde spaeter, denn es beginnt wie aus Eimern zu regnen. Also Abendessen mit Panoramablick auf den verregneten See und abwarten & Tagebuch schreiben
Puenktlich zur Daemmerung hoert es dann auf und wir machen uns zumindest noch auf den Weg, einen kleinen Spaziergang rund um den See zu unternehmen. Das Wasser schimmert trotz fehlender Sonne fantastisch tuerkis-blau, dem Gletscherwasser sei Dank. Nach dem kleinen Spaziergang geht’s frueh ins Bett denn morgen steht eine weitere lange Etappe bis Queenstown an.
Die Strecke:




Hallo Ihr Beiden,
jeden Morgen wird noch vor dem Frühstück in den PC geschaut, was es Neues gibt vom anderen Ende der Welt. Weiterhin eine Gute Reise und Grüße an’s Reise-Schaaf.
Anne + Felix