Wir waren gegen 0100h im Bett, aber um halb acht steht die Sonne auf dem Zelt und wir beginnen zu kochen. Also raus aus der Koje und Fruehstueck machen. Gestern hatten wir fuer die Nordspitze noch eine sehr nette Empfehlung fuer eine Privatunterkunft bekommen und entgegen der urspruenglichen Idee bleiben wir noch einmal 2 Naechte dort statt im Zelt. Der Weg nach Ahipara fuehrt uns vorbei an der Bay of Islands, *dem* Touristenziel des Nordlandes, und wir stellen einmal mehr fest, dass auch diese Region allein fuer einen mehrwoechigen Urlaub (diesmal Strandurlaub) geeignet waere. Die Aussichten von der Strasse auf die Pazifikkueste sind immer wieder herrlich, die Orte sind jedoch merklich Touristenzentren mit all’ dem dazugehoerigen Trubel. Entgegen der bisherigen Landschaft faellt uns auf, dass die Huegel hier oben allesamt schon jetzt, zu Beginn des Sommers, recht verdorrt und farblos aussehen. Die Tatsache, dass wir uns mittlerweile auf 35° Sued vorgearbeitet haben laesst sich nicht verleugnen. Zudem waren die Ostkuesten bisher immer deutlich trockener als die Westkuesten.
Wir buchen nach Ankunft in Ahipara noch eine Bustour an die Nordspitze und ueber den 90 Mile Beach fuer den kommenden Morgen und kochen uns ein leckeres Abendessen. Unser Apartment ist gross und dient den Vermietern eher als privates “Gaestezimmer”. Sie vermieten es nur, wenn zufaellig jemand aufgrund einer Empfehlung einmal bei ihnen anruft. Zum Glueck hatten wir die Telefonnummer von ihrer Bekannten bekommen, der Ort scheint recht ausgebucht zu sein.
Am Abend laufen wir die 50m zum Strand hinunter und geniessen den Blick ueber den endlosen Strand, der sich tatsaechlich 90km von hier aus nach Norden erstreckt. Der Strand ist ein offizieller Highway und entsprechend sind einige Autos darauf unterwegs. Das ein oder andere Drama spielt sich an der Zufahrt ab und wir stellen fest, dass die kleinen Mietwagen tatsaechlich nicht durch den Sand kommen. Wie gut, dass wir die Bustour gebucht haben
Damit es heute wenigstens ein Bild zum Gucken gibt noch eine Kuriositaet. Irgendwo mitten am Highway liegt ein Kaff namens Kawakawa, das niemanden interessieren wuerde wenn nicht… Friedensreich Hunderwasser hier die oeffentlichen Toiletten gestaltet haette! Gatzi opfert sich fuer einen Besuch und deswegen gibt’s hier und heute sogar eine Innenaufnahme:
